Allgemeine Geschäftsbedingungen für B2B-Verträge über Coachingdienstleistungen
(Stand: 06.2026)
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB" genannt) gelten für alle zwischen Tim Krüger, Leisewitzstraße 8, 30175 Hannover, (nachfolgend „Anbieter" genannt) und Unternehmern (nachfolgend „Kunde" genannt) über Coachingdienstleistungen im Sinne von § 2 geschlossenen Verträge. Der Anbieter erbringt seine Leistung im Sinne von § 2 Abs. 1 ausschließlich unter Zugrundelegung dieser AGB. Ergänzend zu den Bestimmungen dieser AGB gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
(2) Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrages in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt, § 14 BGB.
(3) Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne von Absatz 2. Sie gelten nicht gegenüber Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB.
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden finden nur Anwendung, wenn und soweit der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat. Dieses Zustimmungserfordernis gilt auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis der AGB des Kunden die Leistung vorbehaltlos erbringt.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Die Coachingdienstleistungen des Anbieters bestehen aus individuellen, strukturierten Beratungsgesprächen zwischen einem Coach des Anbieters und dem Kunden als Coachee und/oder aus von einem Coach des Anbieters geleiteten Gruppengespräch zu individuellen Themen, soweit diese eine Mehrzahl von Coachees betreffen und die Beratung aus Sicht des Anbieters von dem Austausch in der Gruppe profitiert (nachfolgend „Leistung" genannt).
(2) Die spezifischen Themen zu denen der Anbieter seine Leistung erbringt werden individuell mit dem Kunden vereinbart und in dem individuellem Angebot nach § 3 Abs. 2 festgehalten.
(3) Die Coachings finden ausschließlich in Onlineveranstaltungen statt. Digital veranstaltete Onlinecoachings werden nur synchron abgehalten und nicht aufgezeichnet. Insbesondere besteht keine Möglichkeit das Coaching in aufgezeichneter oder mitgeschnittener Form asynchron zu nachzuverfolgen.
(4) Im Rahmen Leistungserbringung wird kein systematisch didaktisch aufbereiteter Lehrstoff vermittelt.
(5) Der Anbieter schuldet die sorgfältige Erbringung der Leistung, nicht jedoch einen bestimmten Erfolg. Das Vertragsverhältnis ist ein Dienstvertrag im Sinne der §§ 611 ff. BGB. Ein bestimmter wirtschaftlicher oder sonstiger Erfolg wird nicht geschuldet und nicht garantiert.
(6) Die Leistung des Anbieters stellt keine Heilbehandlung, Psychotherapie sowie keine medizinische, rechtliche oder steuerliche Beratung dar und ersetzt eine solche nicht. Soweit ein entsprechender Bedarf besteht, hat der Kunde fachlich qualifizierte Hilfe in Anspruch zu nehmen.
§ 3 Vertragsschluss / Vertragssprache
(1) Die Präsentation oder Bewerbung der Leistung des Anbieters stellt kein bindendes Angebot zum Abschluss eines Vertrages dar.
(2) Auf Anfrage eines Kunden sendet der Anbieter diesem ein rechtsverbindliches Angebot mit einer Leistungs- und Kostenübersicht sowie diesen AGB. Vorbehaltlich einer abweichenden Vereinbarung ist der Anbieter sieben Tage an dieses Angebot gebunden.
(3) Ein Vertrag zwischen dem Anbieter und dem Kunden kommt durch fristgerechte Annahmeerklärung des Kunden zustande.
(4) Für den Vertragsschluss steht dem Kunden ausschließlich die deutsche Sprache zur Verfügung.
§ 4 Mitwirkungspflichten
(1) Der Kunde hat den Anbieter bei der Erbringung der Leistung zu unterstützen. Hierzu hat der Kunde insbesondere rechtzeitig alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen zur Verfügung zu stellen.
(2) Der Kunde erbringt alle Mitwirkungshandlungen in eigener Verantwortung und auf eigene Kosten.
(3) Sofern die Leistungserbringung durch den Anbieter online- und webbasiert erfolgt, hat der Kunde zu gewährleisten, dass die dafür erforderlichen technischen Voraussetzungen auf Seiten des Kunden stets vorliegen. Diese werden dem Kunden durch den Anbieter mitgeteilt.
§ 5 Preise und Zahlungsmodalitäten
(1) Sämtliche Preise sind Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Der Gesamtpreis zuzüglich der ausgewiesenen Umsatzsteuer wird dem Kunden in Rechnung gestellt.
(2) Der Rechnungsbetrag wird, vorbehaltlich einer abweichenden Vereinbarung, unmittelbar mit Vertragsschluss, spätestens sieben Tage nach Erhalt der Rechnung, ohne jeden Abzug zur Zahlung fällig.
(3) Dem Kunden stehen folgende Zahlungsmittel zur Verfügung: Vorkasse.
(4) Erkennt der Anbieter nach Vertragsschluss, dass eine Gefährdung des Zahlungsanspruches aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit des Kunden vorliegt, ist der Anbieter berechtigt, die Leistung so lange zu verweigern, bis der Kunde die gesamte vertragsgemäße Vergütung im Voraus bezahlt hat.
§ 6 Vertragslaufzeit
(1) Die Laufzeit für Verträge nach § 1 ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot nach § 3 Abs. 2.
(2) Der Kunde hat die Leistung des Anbieters innerhalb der Vertragslaufzeit abzurufen. Sollte der Abruf der Leistung aufgrund eines Umstands, den der Anbieter zu vertreten hat, nicht möglich sein, verlängert sich die Vertragslaufzeit um den Zeitraum, in dem die Leistung des Anbieters nicht erbracht werden konnte.
(3) Nach Ablauf der Vertragslaufzeit hat der Kunde keinen Anspruch auf die vertraglich geschuldete Leistung oder eine (anteilige) Rückerstattung.
(4) Soweit und solange eine Vertragspartei nach § 10 von ihrer Leistungspflicht befreit ist, ruht die Vertragslaufzeit.
§ 7 Geistiges Eigentum
(1) Alle vom Anbieter im Rahmen dieses Vertragsverhältnisses ggf. zur Verfügung gestellten Materialien und Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Sämtliche Schutzrechte an den Inhalten verbleiben beim Anbieter bzw. dem jeweiligen Rechteinhaber.
(2) Soweit nicht anderweitig vereinbart, darf der Kunde die Inhalte während des Nutzungszeitraumes ausschließlich für die Zwecke nach § 2 verwenden. Insbesondere stehen die Inhalte dem Kunden zur Weiterbildung zur Verfügung. Der Kunde darf die Inhalte ausschließlich selbst nutzen.
(3) Die Inhalte dürfen ohne die schriftliche Einwilligung des Anbieters weder im Ganzen noch in Teilen in irgendeiner Form reproduziert, unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt, bearbeitet oder verbreitet, übersetzt oder Dritten in veränderter oder unveränderter Form öffentlich zugänglich gemacht werden.
§ 8 Gewährleistung
Die Gewährleistung für Mängel richtet sich – vorbehaltlich der Regelungen in § 9 – nach den gesetzlichen Vorschriften.
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet dem Kunden nach den gesetzlichen Vorschriften auf Schadens- und Aufwendungsersatz bei schuldhafter Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels oder einer vom Anbieter übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Der Anbieter haftet ferner bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut und vertrauen darf. In diesen Fällen ist die Haftung jedoch auf den Ersatz des vorhersehbaren, vertragstypischen Schadens beschränkt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung auf Schadens- und Aufwendungsersatz – gleich aus welchem Rechtsgrund – ausgeschlossen.
(4) Die vorstehenden Bestimmungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen, wenn Ansprüche direkt gegen diese geltend gemacht werden.
(5) Schadensersatzansprüche des Kunden verjähren innerhalb eines Jahres ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Dies gilt nicht für Ansprüche aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Ansprüche wegen Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels oder einer übernommenen Garantie sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz; insoweit gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.
§ 10 Höhere Gewalt
(1) Ist eine Vertragspartei aufgrund höherer Gewalt ganz oder teilweise an der Erfüllung ihrer Leistungsverpflichtung aus diesem Vertrag gehindert oder kann sie die Erfüllung dieser Pflichten nicht mehr sicherstellen, so sind beide Vertragsparteien für die Dauer und in dem Umfang, in dem die höhere Gewalt die Leistungserbringung verhindert, von dieser Verpflichtung befreit.
(2) Hierunter fallen alle unvorhersehbaren Ereignisse, die – soweit sie vorhersehbar gewesen wären – außerhalb der Einflusssphäre der Vertragsparteien liegen. Dazu zählen insbesondere, aber nicht abschließend, Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Sturmfluten, Orkan und Taifun sowie andere Unwetter im Ausmaß einer Katastrophe, Erdbeben, Blitzschlag, Lawinen- und Erdrutsche, Feuer, Seuchen, Pandemien, Epidemien und infektiöse Krankheiten (soweit eine solche von der WHO oder einem Ministerium ausgerufen wurde oder durch das Robert-Koch-Institut ein Gefahrenniveau von mindestens „mäßig" festgelegt wurde), Krieg oder kriegsähnliche Zustände, Aufruhr, Revolution, Militär- oder Zivilputsch, Aufstand, Blockaden, Behörden und Regierungsanordnungen, Streiks, Aussperrung.
(3) Tritt ein solches Ereignis Höherer Gewalt ein, so ist die davon betroffene Vertragspartei verpflichtet, die andere Vertragspartei unverzüglich in Textform über den Eintritt des Ereignisses und die Folgen seiner Leistungsbeeinträchtigung zu informieren.
§ 11 Datenschutz
(1) Die personenbezogenen Daten des Kunden werden vom Anbieter zwecks Erfüllung der eigenen vorvertraglichen und vertraglichen Pflichten sowie zur Vertragsdurchführung in Form von Namen, Adresse und Kommunikationsdaten des Geschäfts- bzw. Wohnsitzes maschinenlesbar gespeichert. Diese Datenerhebung und Datenverarbeitung beruht auf Art. 6 Abs. 1 b DSGVO. Diese Daten werden ausschließlich zu eigenen Zwecken des Anbieters gespeichert. Insbesondere werden sie in keiner Weise an unberechtigte Dritte übermittelt. Die Daten werden gelöscht, sobald sie für den Zweck ihrer Verarbeitung nicht mehr erforderlich sind. Personen, deren Daten auf diese Weise erhoben und verarbeitet werden, sind berechtigt, beim Anbieter Auskunft darüber zu verlangen, welche sie betreffenden Daten gespeichert sind. Bei Unrichtigkeit der erfassten Daten können diese Personen vom Anbieter die Berichtigung, bei unzulässiger Datenspeicherung die Löschung der Daten verlangen. Auch steht ihnen ein Beschwerderecht bei der für den Datenschutz zuständigen Behörde zu.
(2) Die Datenschutzerklärung ist in ihrer jeweils aktuellen Fassung Bestandteil dieser AGB und abrufbar unter www.timkrueger-coaching.de/datenschutz.
§ 12 Veröffentlichung zu Referenzwecken
Der Kunde erklärt sich damit einverstanden, dass der Anbieter das Mandat unter Angabe des Namens, des Logos, der Marken und sonstigem in Übereinstimmung mit dem Kunden erstelltem Werbematerial (Fotos, Videos, etc.) des Kunden sowie dem allgemeinen Inhalt des Mandats im Einklang mit bestehenden Vertraulichkeitsvereinbarungen zu veröffentlichen. Dies gilt auch über die Beendigung des Vertrages hinaus.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Änderungen und Ergänzungen des Vertrages, der Antragsannahme oder dieser AGB sollen in Textform erfolgen. Einseitige Änderungen oder Ergänzungen sind unwirksam.
(2) Für sämtliche Rechtsbeziehungen der Vertragsparteien gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(3) Sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Geschäftssitz des Anbieters in Hannover. Der Anbieter ist jedoch berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.
(4) Erfüllungsort für alle Leistungen aus diesem Vertrag ist der Geschäftssitz des Anbieters, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(5) Dem Kunden stehen Aufrechnungs- oder Zurückbehaltungsrechte nur insoweit zu, als seine Gegenforderung rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder vom Anbieter anerkannt ist oder auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
(6) Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrags unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen dieses Vertrags nicht. Die Vertragsparteien werden sich bemühen, die unwirksame oder undurchführbare Bestimmung durch eine wirksame und durchführbare Regelung zu ersetzen, die der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung wirtschaftlich so nahe wie möglich kommt. Gleiches gilt für den Fall einer Lücke dieses Vertrags.