Jede Station hat mir etwas beigebracht.
Keine Liste von Jahreszahlen, sondern die Erkenntnisse, die mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin.
Arbeit ist keine Strafe. Sie ist ein Schlüssel.
Wir kamen aus der unteren Mittelschicht. Es gab Monate, in denen das Geld nicht einmal reichte, um die Öltherme zu füllen. Ich habe sehr früh gespürt, was es bedeutet, wenn Arbeit keine Wahl ist, sondern Notwendigkeit. Doch genau daraus entstand eine Überzeugung, die mich bis heute trägt: Wer bereit ist, etwas zu tun, schafft sich Möglichkeiten, die vorher unerreichbar schienen.
Wenn du für etwas brennst, wächst du über dich hinaus.
Nach unzähligen ausprobierten Sportarten blieb ich beim Basketball hängen, und es wurde zu meiner großen Leidenschaft. Jahrelang trainierte ich, oft täglich, mit einer Hingabe, die sich nie nach Pflicht anfühlte. Mit Anfang 20 schaffte ich es bis in eine Oberliga-Mannschaft. Hier habe ich zum ersten Mal am eigenen Körper erlebt, was möglich wird, wenn echtes Feuer auf konsequenten Einsatz trifft: Du erreichst Dinge, die du dir vorher nie zugetraut hättest, und hast dabei sogar noch Spaß. Diese Erfahrung wurde zur Blaupause für alles, was danach kam.
Erfolg ist trainierbar, nicht angeboren.
Mit einem 2,9er Abitur war mein Weg alles andere als vorgezeichnet. Also konzentrierte ich mich auf das, was ich kontrollieren konnte. Über 100 Bewerbungen. Wochenlanges Training vor dem Spiegel: Rhetorik, Mimik, Gestik. Assessment Center, die ich hunderte Male durchspielte. Das Ergebnis: 6 Einladungen, 5 Zusagen und zwei Unternehmen, die eigens für mich eine Position schufen. Dasselbe Prinzip wie beim Sport, nur in einem anderen Feld: Wer bereit ist, das Nötige zu tun, dreht die Wahrscheinlichkeiten zu seinen Gunsten.
Du kannst erfolgreich sein und trotzdem spüren, dass es nicht deins ist.
Ich durfte ein komplett neues Produkt eigenständig im gesamten norddeutschen Gebiet launchen, dem flächenmäßig größten überhaupt. Und es lief: zweifacher Quote Champion, über 35 % Wachstum pro Jahr, Dienstwagen, Anerkennung. Von außen das Bild einer perfekten Vertriebskarriere. Und trotzdem saß ich nach wenigen Monaten heimlich im Auswahlverfahren der Bundeswehr. Nicht, weil ich schon wusste, was ich wollte, sondern weil ich zum ersten Mal ehrlich spürte: Ich stecke in etwas, das vielleicht gar nicht meins ist. Es war der erste leise Riss in einer Fassade, die von außen makellos aussah.
Verantwortung ist vor allem ein mentales Spiel.
Siebenstellige Budgets, rund 9 Mio. € Umsatzvolumen, internationale Accounts, zeitweise zwei Vollzeitrollen gleichzeitig. Ich habe geliefert, Tag für Tag. Doch je größer die Verantwortung wurde, desto deutlicher spürte ich, dass die eigentliche Herausforderung nicht fachlich war, sondern innerlich. Ich verantwortete Millionen und fühlte mich manchmal trotzdem wie ein Hochstapler. Da begriff ich, dass Verantwortung vor allem ein mentales Spiel ist.
Die Erfolgreichsten arbeiten nicht am härtesten. Sie wissen, warum.
Berufsbegleitend an der WHU, einer der besten Business Schools Europas, mit Bestnoten und zwei gewonnenen Business-Wettbewerben. Einer davon war die E.ON & Infosys Business Model Competition, die wir als Team gewannen, inklusive des Pitch Contests im großen Finale. Vor versammelter Führungsriege beider Konzerne zu pitchen und am Ende oben zu stehen war eine dieser Veranstaltungen, die man nicht vergisst. Dazu eine intensive Zeit an der Columbia Business School in New York, wo es genau um diese Fragen ging. Vor allem aber hatte ich das Glück, über zwei Jahre mit außergewöhnlichen Menschen zusammenzuarbeiten, von denen viele für ihren Weg alles zurückgelassen hatten. Nicht, weil sie blind ackerten, sondern weil sie ein glasklares Warum hatten. Aus dieser Zeit sind langjährige Freundschaften entstanden. Und plötzlich ging es nicht mehr um Kennzahlen, sondern um Identität. Zum ersten Mal stellte ich meine eigene Karriere infrage. Nicht, weil sie schlecht war, sondern weil sie nicht mehr zu dem Menschen passte, der ich geworden war.
Vorankommen beginnt mit einer Entscheidung, nicht mit noch mehr Leistung.
Jahrelang hatte ich vor allem über Leistung funktioniert. Mein frühes Credo: Wenn ich nur weiter liefere, passiert schon das Richtige. Mich selbst wirklich zu hinterfragen hatte ich nie gelernt. Genau das begann mit dem MBA und mündete in eine Entscheidung, die ich lange vor mir hergeschoben hatte. Zum ersten Mal fasste ich den Mut, bewusst auszusteigen, und ging mit meiner Frau für vier Monate auf Reisen. Es war die beste Entscheidung überhaupt: Zeit, alles zu verarbeiten, über die wirklich wichtigen Dinge nachzudenken, und einfach eine unvergessliche Zeit. Hier verstand ich, dass man Entscheidungen treffen muss, um voranzukommen, statt sich weiter treiben zu lassen.
Nicht Strategien bremsen Unternehmen aus, sondern die Menschen, die sie tragen.
Im Senior-Leadership-Team eines schnell wachsenden Start-ups baute ich eine komplette Revenue-Organisation von null auf. Sales, CRM, Trainings, Skalierung. Über 3,5 Mio. € Umsatz, ein Top-10-Platz bei den „Spiegel Wachstumschampions 2023“, Closing-Raten bis 80 %. Und mitten in diesem Erfolg fiel mir etwas auf, das ich nicht mehr ignorieren konnte. Der größte Engpass war nie der Prozess. Es waren immer die Menschen unter wachsender Verantwortung.
Die besten Begleiter haben selbst jemanden, der sie begleitet.
Ich hatte das große Glück, gleich doppelt begleitet zu werden. In meinem damaligen Geschäftsführer fand ich einen echten Mentor. Und ich ließ mich selbst von einem international anerkannten Coach führen, der sein Handwerk seit Jahrzehnten auf höchstem Niveau betreibt. Bei ihm absolvierte ich meine Ausbildung zum Personal Coach und durfte über Monate aus nächster Nähe miterleben, wie tiefgreifende Veränderung wirklich entsteht. Diese Zeit hat alles, was ich vorher intuitiv spürte, in echtes Handwerk verwandelt.
Das Identity Performance System. Die logische Konsequenz.
Aus allem, was ich aus Vertrieb, Leadership, meiner Coaching-Ausbildung und meiner eigenen Geschichte gelernt habe, habe ich eine eigene Methode entwickelt: das Identity Performance System. Ein eigenständiges System, das Menschen gezielt an genau diesen Punkt bringt. Entstanden ist es aus meiner Feder, geschärft und mitgestaltet durch das Feedback eines international anerkannten Coaching-Konsortiums und von erfahrenen Coaches validiert. Es geht nicht darum, Menschen noch erfolgreicher zu machen. Es geht darum, dass sie in die Person hineinwachsen, die ihre Verantwortung wirklich tragen kann. Genau das, was mir damals selbst gefehlt hat, gebe ich heute weiter.
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